Rom - Italienische PazifistInnen haben an diesem Wochenende massiv an Demonstrationen gegen einen möglichen Konflikt im Irak teilgenommen. Tausende Personen gingen in Florenz, Neapel, Perugia und Bergamo auf die Straßen und riefen Slogans für den Frieden. In Bologna kam es zu Spannungen zwischen Aktivisten der "No Global"-Bewegungen und Anhängern der rechtsextremistischen Gruppe "Forza Nuova". Um die Aktivisten der beiden Bewegungen getrennt zu halten, musste die Polizei mit Tränengas eingreifen. Dabei wurden zwei Polizisten und einige Demonstranten leicht verletzt.

In Florenz kam es zu einer Menschenkette zwischen den beiden Brücken über dem Fluss Arno. Die Demonstranten umringten den Sitz des amerikanischen Konsulats. Zwei Kinder legten zwei Friedensfahnen vor dem Tor. Weitere Demonstrationen gegen den Krieg sind am Sonntag in Neapel und Rom geplant.

Der Mailänder Erzbischof, Kardinal Dionigi Tettamanzi, warnte vor den Risiken eines neuen Konflikts. "In der Öffentlichkeit wächst der Eindruck, dass der Krieg unvermeidbar und notwendig sei, um den Terrorismus zu bekämpfen. Dies stimmt nicht, es gibt immer eine Alternative zum Krieg", betonte der Erzbischof in seinem Appell für den Frieden. (APA)