Washington - US-Präsident George W. Bush hat angesichts der mehrerer Kundgebungen seiner Landsleute gegen einen drohenden Irak-Krieg auf die Bedeutung der Meinungsfreiheit für die US-Demokratie hingewiesen. Der Präsident würdige die Tatsache, "dass wir in einer Demokratie leben und die Menschen in den Vereinigten Staaten anders als im Irak die Freiheit haben, zu protestieren und sich Gehör zu verschaffen", sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses am Samstag. Das Prinzip der Meinungsfreiheit sei "Teil der Tradition der USA und eine Stärke unserer Demokratie". Zehntausende US-Bürger waren am Samstag unter anderem in Washington und San Francisco gegen einen drohenden Irak-Krieg auf die Straße gegangen.

Nach einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des US-Wochenmagazins "Newsweek" befürworten derzeit nur 31 Prozent der US-Bürger einen militärischen Alleingang der USA gegen den Irak ohne ein vorheriges UNO-Mandat. Bei einer Unterstützung der US-Intervention durch ein oder zwei Alliierte hielten 39 Prozent der Befragten eine neue UNO-Entschließung für überflüssig. Laut Umfrage sind 60 Prozent der US-Bürger der Ansicht, dass Washington sich mehr Zeit nehmen müsste, um ohne einen Militäreinsatz seine Ziele zu erreichen. Im Gegensatz meinten 35 Prozent der mehr als 1000 Befragten, dass eine rasche US-Militäraktion gegen Bagdad wichtiger sei. (APA/AFP)