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Ein Austern-Händler aus Arcachon zeigt seine Ware

Foto: REUTERS/STR

Bordeaux/La Coruna - An der französischen Atlantikküste werden gut zwei Monate nach dem Untergang des Tankers "Prestige" immer wieder Ölflecken angeschwemmt. Wie die Behörden am Sonntag in Bordeaux mitteilten, waren etwa 800 Feuerwehrleute, Militärs und freiwillige Helfer im Einsatz, um zwischen Arcachon und Biarritz die zumeist handtellergroßen Ölklumpen einzusammeln.

"Dies ist eine Jo-Jo-Ölpest, die je nach Ebbe, Flut und den Windrichtungen Ölklumpen anschwemmt oder die Strände reinigt", sagte der Bürgermeister von Lege-Cap Ferret: "Auf dem offenem Meer treiben noch tausende dieser Ölklumpen."

Wegen stürmischen Wetters und starken Seegangs konnten am Wochenende im Golf von Biskaya und in der nordwestspanischen Region Galicien die Spezialschiffe zur Ölbekämpfung nicht eingesetzt werden. Auch die Kontrollflugzeuge, die am Samstag den größten Ölteppich 220 Kilometer westlich der Küste von Bordeaux ausgemacht hatten, mussten ihre Flüge unterbrechen.

Verkaufsverbot von Meeresfrüchten aus der Region aufgehoben

Die französischen Austern- und Muschelzüchter des Beckens von Arcachon konnten inzwischen aufatmen. Seit Donnerstag dürfen sie die Meeresfrüchte wieder einsammeln und verkaufen, nachdem die Präfektur das vorsorgliche Verkaufsverbot vom 4. Jänner aufgehoben hatte. Untersuchungen hatten keine Verschmutzung des Wassers ergeben. (APA/dpa)