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Foto: REUTERS/LEONHARD FOEGER

Klagenfurt - FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Haupt hat beim Neujahrstreffen der Freiheitlichen in Klagenfurt seinen Wunsch verteidigt, wieder in eine Koalition mit der ÖVP zu gehen. Nur so könnten freiheitliche Anliegen auch umgesetzt werden. Er warnte vor Schwarz-Rot, übte aber kein Wort der Kritik an der Volkspartei oder an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V).

FPÖ spuckt in die Hände

Etwa 500 Menschen waren der Einladung der Kärntner FPÖ ins Klagenfurter Konzerthaus gefolgt, unter ihnen Tourismusstaatssekretärin Mares Rossmann, Burgenlands FP-Obmann Stefan Salzl, die ehemalige Wiener FP-Spitzenkandidatin Helene Partik -Pable und der Salzburger Nationalratsabgeordnete Eduard Mainoni. Landesparteichef Martin Strutz bezeichnete das Neujahrstreffen als "gute alte Tradition", die sinnvoll sei. Es gelte, sich vielfältigen Herausforderungen zu stellen, da 2003 wichtige Weichenstellungen anstünden. Strutz bezeichnete es als Stärke der FPÖ, nie in die Vergangenheit zu blicken und auch bei Rückschlägen in die Hände zu spucken und weiter zu arbeiten, so wie man es auch "nach der Abwahl unseres geliebten Landeshauptmannes Doktor Haider" getan habe.

Haupt nutzte die Rede dazu, den Wunsch nach einer Regierungsbeteiligung zu verteidigen und argumentierte damit, dass nur so die Positionen der FPÖ auch umgesetzt werden könnten. Man sei der Bevölkerung und Österreich verpflichtet, werde aber nicht ohne Wenn und Aber in eine Regierung gehen. Er ging auch auf die Wahlniederlage vom November ein und meinte: "Tausende Österreicher haben seit November erkannt, dass sie eine leichtfertige Entscheidung getroffen haben." Jene, die Schüssel gewählt hätten, um Rot-Grün zu verhindern, hätten ihren Fehler eingesehen. (APA)