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Florian Liegl, Sven Hannawald und Adam Malysz

Zakopane - Sven Hannawald war am Wochenende bei den Skisprung-Weltcupbewerben in Zakopane eine Klasse für sich. Der Tournee-Gewinner des Vorjahres feierte einen Doppelsieg und rückte nach seinem vierten Saisonerfolg, dem insgesamt 16., im Weltcup an die zweite Stelle hinter Janne Ahonen vor. Größter Herausforderer des deutschen "Überfliegers" war wie am Vortag Florian Liegl. Der Tiroler sprang im ersten Durchgang wie Hannawald 128,5 m, ehe der Deutsche im Finale mit 130,5 gegen 125,0 m auftrumpfte und mit 12,4 Punkten Vorsprung gewann. Adam Malysz sorgte dafür, dass wieder die gleichen drei Athleten vom Siegerfoto lächelten.

Liegl entwickelt sich zum Siegspringer

"Riese" Liegl, der schon am Bergisel Zweiter gewesen war, bewies mit den beiden Podestplätzen in Polen, dass er zum potenziellen Siegspringer gewachsen ist. Am Vortag hatte er bei seinem Vorstoß im Finale von Rang fünf auch von günstigen Windverhältnissen profitiert, am Sonntag bewies er bei konstanten Bedingungen Klasse und Kaltschnäuzigkeit. Und beeindruckte damit auch Cheftrainer Hannu Lepistö. "Er hat ein sehr hohes Niveau erreicht. Es war ein wirklich harter Wettkampf, in dem nur die Leistung entschieden hat", sagte der Finne.

Goldi gut, Hölli mit Problemen

Zweitbester Österreicher war in der zweiten Konkurrenz vor neuerlich mehr als 50.000 Zuschauern Andreas Goldberger. Der Sieger von 1996 verbesserte sich mit einem 128,5-m-Flug, der zweitgrößten Weite im Finale, von Rang elf auf fünf, während Andreas Widhölzl (119,5) von Rang fünf auf zehn abrutschte. Martin Höllwarth vermochte erneut nicht an seine Leistungen des Dezember (drei Siege) anzuschließen und musste sich mit Rang 28 begnügen. Damit rutschte der Tiroler nach einer Grippeerkrankung auf Rang vier der Weltcup-Wertung zurück. "Körperlich ist er wieder in Ordnung, aber sprungtechnisch gibt es Fehler", analysierte Lepistö. Thomas Morgenstern (12.) und der Vortages-Fünfte Christian Nagiller (14.) verpassten die Top Ten knapp.

Das ÖSV-Team, geleitet von den Co-Trainern Stefan Horngacher und Heinz Kuttin, reist schon am Montag von Krakau über Frankfurt zu den Bewerben nach Japan. (APA)