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Hera Lind beim Walzer mit Uwe Kröger

Foto: APA/Gruenwald

Graz - Es liegt was in der Luft in Graz. Viel Feinstaub, das auch, aber auch so etwas wie Good Vibrations, seit sich Graz "Kulturhauptstadt Europas" nennen darf. Die Grazer Opernredoute - die kleinere Schwester des Wiener Opernballs - nahm den Schwung der Eröffnungsfeierlichkeiten zum Kulturhauptstadt-Jahr mit und präsentierte sich Samstag den gut 2500 Ballgästen als gla- mouröses Happening im prächtigen Ambiente der Grazer Oper.

Noch nach vier Uhr früh drängten sich Hunderte Paare auf den Tanzflächen, der Ball, der ohne wirklich große Stargäste auskommt, wollte kein Ende finden. Der Charme des Grazer Opernballs liege "in der Ungezwungenheit", sagte Conférencier Alfons Haider, der die Redoute im Walzerschritt an der Seite der Landeshauptfrau Waltraud Klasnic eröffnete.

Kleine Sondierungsrunde

Mitten im Kreise der tanzenden Spitzen der steirischen und Grazer Politik und Wirtschaft bot sich sogar ein Platzerl für eine kleine Sondierungsrunde: ÖVP-Minister Martin Bartenstein brachte FPÖ-Verhandlerin Magda Bleckmann die Geheimnisse des Beamtenabbaues näher. Und es bot sich Gelegenheit, anstehende Karrieresprünge zu beplaudern. Etwa jene von ÖVP-Landesrat Gerhard Hirschmann und SPÖ-Landesrat Günter Dörflinger, die demnächst in die steirische Energiewirtschaft wechseln dürften.

Das alles konnte genüsslich bei Sushi, in Teeblättern geräucherter Entenbrust, Kalbsgulsch und einem Glaserl Schampus lanciert werden.

"Neuer Opernball"

Aber nicht nur Graz. Auch in New York gab man einen "Neuen Opernball". 450 Besucher - von Hera Lind bis Uwe Kröger - wurden am Samstag von einer österreichischen Agentur zum Dinner (Lobster, Caesar Salad, Wiener Schnitzel und Lammfilet) ins Plaza geladen. (mue/DER STANDARD, Printausgabe, 20.1.2003)