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Foto: EPA/Menahem Kahana

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat die Europäer dazu aufgefordert, eine ausgewogenere Haltung gegenüber Israel und den Palästinensern einzunehmen. Sharon machte seine Äußerungen am Sonntag in Jerusalem auf einer Pressekonferenz vor Mitgliedern der Vereinigung der Auslandspresse. Die USA und selbst die russische Regierung seien der Ansicht, dass Palästinenser-Präsident Yasser Arafat entmachtet werden sollte, sagte Sharon. Doch die meisten europäischen Länder betrachteten Arafat weiter als eine Adresse für diplomatische Bemühungen.

Er hege höchste Wertschätzung für die politischen Führer von Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien, erklärte Sharon. "Ich habe ihnen mehr als einmal gesagt, dass wir es schätzen würden, wenn sie sich stärker an den Vorgängen hier beteiligen, aber ich habe eine Bedingung: Ihre Haltung gegenüber Israel und den Palästinensern sollte ausgewogen sein". Sharon wiederholte, Israel sei bereit, einen entmilitarisierten palästinensischen Staat innerhalb festgelegter Grenzen anzuerkennen, sofern es keine Terrorhandlungen mehr gebe.

"Ein solcher Staat wird nur Polizeitruppen haben, er wird keine militärische Schwerindustrie haben, seine Grenzen werden von uns kontrolliert, und er wird nicht im Stande sein, Verträge mit unseren Feinden zu unterschreiben". Das einzige Problem bestehe gegenwärtig darin, dass es niemanden gebe, mit dem man darüber verhandeln könnte, fügte Sharon hinzu. (APA/dpa)