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London - Der führende britische Rüstungskonzern BAE Systems hat nach Informationen der "Sunday Times" Sondierungsgespräche mit dem amerikanischen Luftfahrtkonzern Boeing über eine mögliche Fusion geführt. Die Gespräche über die Bildung eines 20 Milliarden Pfund (30,4 Mrd. Euro) schweren Konzerns hätten im Auftrag der beiden Firmen schon im vergangenen Herbst stattgefunden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf eine unternehmensnahe Quelle.

Die Gespräche seien vertagt worden, der Wille zum Zusammengehen bleibe aber. BAE habe erwogen, den 20 prozentigen Anteil an Airbus zu verkaufen, um den Weg zur Fusion zu öffnen, berichtete die "Sunday Times."

BAE Systems mit Gewinnwarnung

BAE Systems hatte im Dezember eine Gewinnwarnung herausgegeben. Der Aktienpreis des Konzerns fiel von seinem ehemaligen Höhepunkt von 393 Pence auf 126 Pence.

Um die Zukunft des Konzerns ranken sich gegenwärtig in Zusammenhang mit einem Flugzeugträger-Auftrag der Regierung zahlreiche Gerüchte. BAE konkurriert für den mit drei Milliarden Pfund bewerteten Auftrag für den Bau der beiden Kriegsschiffe mit dem französischen Konzern Thales. Verteidigungsminister Geoff Hoon soll angeblich Thales bei der Ende des Monats fälligen Entscheidung den Vorzug geben.

BAE dementiert

BAE hat am Montag die Berichte über eine Fusion mit dem US-Luftfahrtkonzern Boeing dementiert. Zwar suche das Unternehmen grundsätzlich einen "nordamerikanischen Fusionspartner", um seine langfristige Zukunft sicherzustellen, sagte ein Sprecher in der "Financial Times". "Spekulative" Berichte über wieder aufgenommene Gespräche mit Boeing wurden aber bestritten.

Diese Berichte seien "schmutzige Tricks", wurde eine nicht näher benannte Quelle aus dem BAE-Umfeld am Montag im "Guardian" zitiert.

(APA/dpa)