Bregenz - Bei den Vorarlberger Grünen Frauen vollzieht sich ein "Rollenwechsel": Die bisherige Landtagsabgeordnete Sabine Mandak lebt sich als Neo-Abgeordnete gerade im Wiener Parlament ein und ist im Grünen Klub Sprecherin für die Bereiche Jugend- und Familienpolitik. Im Vorarlberger Landtag folgt ihr am 29. Jänner die bisherige Geschäftsführerin Katharina Wiesflecker nach, die sich in der kleinen Zweierfraktion mit Landessprecher Johannes Rauch speziell auch auf die Bereiche Bildung, Frauen und Altenbetreuung konzentrieren will.

Mandak: "Schwarz-Grün denkbar"

Auf ihre Präferenz für eine mögliche Bundesregierung angesprochen, meinte Mandak am Montag in einem Pressegespräch in Bregenz, eine schwarz-grüne Regierungszusammenarbeit wäre im Prinzip denkbar. Allerdings müssten grüne Mindestanforderungen gewährleistet sein: "Wir können nicht eine Koalition anstreben, in der wir wesentliche Inhalte unseres Programmes aufgeben", sagte Mandak. Die Abgeordnete verwies darauf, dass ein allfälliges Koalitionspapier vom Grünen Bundeskongress als höchstem Gremium abgesegnet werden müsste.

Die von Bundessprecher Alexander Van der Bellen zuletzt genannten 30 Prozent möglicher grüner Umsetzungsquote in einer Regierung von ÖVP und Grünen sehen Mandak und Wiesflecker als unrealistische Erwartung an: "Van der Bellen ist halt ein sehr optimistischer Mensch", relativierte Abg. Mandak. Dass die Grünen dennoch in Verhandlungen mit der ÖVP eintreten sollten, begründeten Mandak und Wiesflecker u.a. damit, dass beispielsweise eine Große Koalition von ÖVP und SPÖ die Opposition nahezu zur Bedeutungslosigkeit degradieren würde: "Das wäre eine Entwicklung nicht in unserem Sinn". (APA)