Der Wettstreit um die US-Entertainment-Sparten der Vivendi Universal ist eingeläutet. Liberty Media, Metro-Goldwyn-Mayer, General Electric und News Corp seien nur einige Unternehmen, die bereits Interesse an den US-Aktiva angemeldet haben, schreibt das "Wall Street Journal" (WSJ) am Montag. Zugleich habe Vivendi die Gespräche mit dem Investor Marvin Davis wieder aufgenommen. Kreisen zufolge habe ein Unterhändler von Davis am vergangenen Donnerstag mit Vivendi-Managern verhandelt und Davis selbst wolle sich gegen Monatsende mit Vivendi treffen.

Weitere Verhandlungen

Ein Vivendi-Sprecher erklärte laut Zeitung bereits, er gehe davon aus, dass die Verhandlungen fortschreiten werden. Davis hatte im vergangenen Jahr 15 Mrd. Dollar für das Entertainment-Geschäft und die Übernahme von fünf Mrd. Dollar an Schulden geboten. Das Angebot war von Vivendi ausgeschlagen worden, wobei eine Fortführung der Gespräche jedoch offen gehalten worden war. Der Aufsichtsrat von Vivendi wird Kreisen zufolge Ende Jänner über die weitere Entwicklung des Entertainment-Geschäfts beraten.

Den Verkauf von Entertainment-Aktiva müsse Vivendi zuvor allerdings mit dem Chairman der USA Interactive, Barry Diller, abstimmen, schreibt "WSJ" weiter. Diller verfüge über einen Anteil an einem Venture, in dem der Großteil der Vivendi-Assets gebündelt ist, und damit über Blockierungsrechte hinsichtlich der Restrukturierung des Ventures. Von dem Gespräch mit Diller, dass Vivendi vermutlich in dieser Woche anberaumt habe, hänge nun ab, ob Vivendi diese Assets verkaufen könne oder nicht. Zu den Entertainment-Sparten zählen Universal Music Group, Universal Pictures movie studio, Themenparks und Kabelkanäle.(APA/vwd)