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Linz - Die internationale Automobilbranche ist, was die Ertragslage betrifft, derzeit eher pessimistisch. Man rechnet in nächster Zeit noch nicht mit einer Verbesserung der Situation. Dies geht aus einer Studie des Linzer Steuer- und Wirtschaftsprüfungsunternehmens KPMG hervor, deren Ergebnisse am Montag veröffentlicht wurden. KPMG befragte 100 Führungskräfte aus der Auto- und Autozulieferindustrie sowohl aus den USA als auch aus Deutschland und Großbritannien.

60 Prozent erklärten, sie würden erst im Jahr 2005 wieder höhere Erträge erwarten. Grund für die eher pessimistische Einschätzung seien, so die Studie, einerseits der wirtschaftliche Abschwung und andererseits die Erwartungen der Konsumenten, immer neue Rabatte, Spezialpreise und Finanzierungsangebote zu erhalten.

Große Herausforderungen

KPMG-Sprecher Ernst Haidenthaler dazu: "Derzeit stehen die Fahrzeughersteller vor großen Herausforderungen. Diese erstrecken sich von Regulierungsfragen, der Abkehr von der Massenproduktion hin zur raschen Neuentwicklung im Bereich Design/Technologe und damit verbunden, wesentlich kürzeren Lebenszyklen neuer Modelle".

Die amerikanischen Fahrzeughersteller betrachten ihre Marktanteile weiterhin als rückläufig. Dagegen werde nach Ansicht der Manager die Anteile der asiatischen und der europäischen Marken eher steigen. Dazu Haidenthaler: "Die Europäer und Asiaten haben sozusagen in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben gemacht, es ist ihnen gelungen, nicht nur den Geschmack der Autokäufer besser zu treffen und das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt zu bringen, sondern sie haben auch frühzeitig neue Herstellungsverfahren eingeführt. Damit sind sie in der Lage, noch schneller auf die Veränderungen der Konsumentennachfrage zu reagieren".(APA)