Brüssel - Die Europäische Union hat das so genannte Nahost-Quartett gegen die Kritik des israelischen Regierungschefs Ariel Sharon verteidigt. Das Quartett sei nach wie vor "ein sehr nützliches Instrument", um einen Ausweg aus der verfahrenen Lage im Nahen Osten zu finden, sagte eine Sprecherin von EU-Außenkommissar Chris Patten am Montag in Brüssel. Sharon hatte dem Quartett in einem Interview vom Sonntag die Legitimation abgesprochen.

Die Gruppe mit Vertretern der UNO, der USA, der EU und Russlands sei "nicht ernst zu nehmen", sagte er dem US-Magazin "Newsweek". Es gebe einen anderen Plan für die Beilegung des Nahost-Konflikts. Sharon bezog sich dabei auf die Vorschläge des Quartetts, die unter anderem die Errichtung eines palästinensischen Staates bis 2005 und ein Ende der israelischen Besetzung der Palästinensergebiete vorsehen.

Die Kommissionssprecherin sagte dazu, dieser "Fahrplan" sei noch immer aktuell. Zugleich wies sie Vorwürfe Sharons an die EU zurück, die palästinensische Autonomiebehörde zu stark zu unterstützen. Diese Unterstützung diene auch der Sicherheit Israels.(APA)