Wien - Was Graz für Europa bedeutet, das sollen 2003 die Städte Panama City (Panama) und Curitiba (Brasilien) für den amerikanischen Kontinent leisten. Nach dem europäischen Vorbild kürt auch Amerika seit dem Jahr 2000 seine Kulturhauptstädte. Am vergangenen Wochenende wurden in Austin, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Texas, offiziell die amerikanischen Kulturhauptstädte 2004 bekannt gegeben: Austin, das als erste US-Stadt diesen Titel trägt, teilt ihn sich 2004 mit Santiago de Chile.

Ziel: Kooperation mit anderen Kontinenten

Das Konzept der amerikanischen Kulturhauptstädte soll laut einer Aussendung der Initiative "The American Capital of Culture" zur interamerikanischen Integration beitragen. Einerseits soll das Wissen über und Verständnis der unterschiedlichen Kulturen Amerikas verbessert, andererseits das gemeinsame kulturelle Erbe bewusst gemacht werden. Ziel der Initiative ist neben der Promotion für die gekürten Städte auch eine verstärkte Kooperation mit anderen Kontinenten.

Amerikanische Kulturhauptstädte waren 2000 Merida (Mexiko), 2001 Iquique (Chile) und 2002 Maceio (Brasilien). Seit 2003 werden pro Jahr je zwei Städte gekürt, die verschiedenen Ländern oder Sprachkreisen angehören müssen. Die Initiative wird vom Lateinamerikanischen Parlament und dem Europäischen Parlament unterstützt. (APA)