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Betriebsräte der Lauda Air und der Tyrolean schlagen ein neues Karrieremodell für Piloten bei der AUA-Gruppe vor.

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Wien - Die Betriebsräte von Lauda Air und Tyrolean, Thomas Fischelmaier und Norbert Fröwis, können dem vom AUA-Vorstand gewünschten zweiten Gehaltsschema für neu eintretende AUA-Piloten ebenfalls nichts abgewinnen. Ob sie bei einem möglichen Streik die Kollegen bei der AUA unterstützen, hängt vom Angebot der AUA-Piloten ab, meint Fröwis. Er und Fischelmaier machen sich für eine Gesamtlösung im Konzern stark. Ihr Vorschlag: ein neues Karrieremodell, wonach neu Eintretende bei Tyrolean und Lauda Air anfangen und nach dem Senioritätsprinzip ihre Pilotenlaufbahn bei der AUA endet.

"Eine Fachkraft kostet eben ihren Preis"

"Wir sind gegen die Aufrechterhaltung der Dreiklassengesellschaft (AUA, Lauda Air, Tyrolean; Anm.) und brauchen daher keinen vierten Kollektivvertrag", betonte Fischelmaier. Solange es keine konzernweit einheitliche Struktur gebe, werde es im Konzern auch keine Ruhe geben, sagte der Lauda-Air-Pilot zum STANDARD. Außerdem seien die AUA-Piloten keine Spitzenverdiener, sondern lägen im internationalen Mittelfeld. "Eine Fachkraft kostet eben ihren Preis."

Betriebsversammlung

Durch die am Dienstagvormittag stattfindende Betriebsversammlung der AUA-Bordmitarbeiter werden keine ernsthaften Störungen des Flugbetriebs erwartet, da in diesen Zeitraum kaum AUA-Flüge fallen. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Printausgabe 21.1.2002)