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Wien - Der Umbau des Ronachers in ein vollwertiges Theater dürfte 15 bis 30 Millionen Euro kosten. Kathrin Zechner, die im Auftrag der Stadt Wien ein Konzept für das derzeitige Gastspielhaus entwickelt, schlägt als Variante auch die Realisierung des vor zehn Jahren aus Kostengründen abgelehnten Entwurfs von Coop Himmelb(l)au vor. Allerdings würde sich diese mit zumindest 55 Millionen Euro zu Buche schlagen. Ab dem Jahr 2007 sollen die Vereinigten Bühnen Wien dort "Musicals, Revuen, Singspiele" anbieten. Ihres dritten Hauses werden sie dann verlustig gegangen sein: Das Theater an der Wien will Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny als Opernhaus genutzt wissen - mit rund 100 Vorstellungen pro Saison, so das Konzept von Hans Landesmann. Für einen vernünftigen Spielplan wären, wie der Musikchef der Festwochen vorrechnet, 6,7 Mio. Euro notwendig. Hinzu kämen Fixkosten in der Höhe von acht Millionen, die er selbst als "zu hoch" beziffert. Eine Bestätigung der Zahlen war im Kulturamt nicht zu erhalten: Man könne und dürfe nichts sagen. (trenk/DER STANDARD, Printausgabe, 21.1.2003)