Bregenz - Einen Frauenarmutsbericht nach Salzburger Beispiel wird es für Vorarlberg nicht geben, weil "derzeit nicht notwendig". Das teilte Frauenlandesrätin Greti Schmid als Antwort auf eine Anfrage der Grünen mit.

Wie es um die finanzielle Situation der Vorarlbergerinnen bestellt ist, soll in der Neuauflage des Frauensituationsberichtes, den Schmid für Frühsommer in Aussicht stellt, nachzulesen sein. Katharina Wiesflecker, Neolandtagsabgeordnete der Grünen: "Der Bereich Frauenarmut müsste wenigstens ein eigenes Kapitel im Frauensituationsbericht bekommen." Wiesflecker will nachhaken, ihr fehlen in Schmids Antwort Details: "Es wird nicht gesagt, wie hoch der Anteil von Sozialhilfeempfängerinnen mit eigenem Einkommen, eigener Pension ist und wie viele Alleinerzieherinnen darunter sind." Mangels genauer Auswertungen gab Schmid lediglich die Zahl des Vorjahres bekannt: 5340 Personen, 56,2 Prozent davon sind Frauen.

Katharina Wiesflecker (39), Geschäftsführerin der Vorarlberger Grünen, folgt Sabine Mandak, die in den Nationalrat gewählt wurde, als Landtagsabgeordnete nach. Neben der Frauen- werden Bildungs-und Seniorenpolitik ihre Schwerpunkte sein. Sabine Mandak wird im Parlamentsklub die Bereiche Jugend und Familie übernehmen. Eine grüne Regierungsbeteiligung sehen beide skeptisch und mahnen, "die Sache nicht zu schnell und über die Basis hinweg anzugehen" (Wiesflecker). Mandak: "Wir werden nicht um der Macht willen unsere Inhalte aufgeben." (jub/DER STANDARD, Printausgabe, 21.1.2003)