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Amer El Saadi: Auch wenn die Maschinen vom Typ U2 mit US-Personal unter dem Mandat der Vereinten Nationen über Irak eingesetzt werden, handelt es sich immer noch um Spionageflugzeuge

Foto: Reuters/Vincenzo Pinto

Bagdad/Athen - Die irakische Regierung hat ihre Zustimmung zu den von den UN-Inspektoren gewünschten Aufklärungsflügen in Spionageflugzeugen der US-Luftwaffe über irakischem Territorium verweigert. Auch wenn die Maschinen vom Typ "U2" mit US-Personal unter dem Mandat der Vereinten Nationen über Irak eingesetzt würden, handle es sich "immer noch um Spionageflugzeuge", sagte Präsidentenberater Amer El Saadi am Montag vor der Presse in Bagdad.

Der Irak könne nicht für die Sicherheit der UN-Flugzeuge garantieren, da sich die irakische Luftabwehr gegen die regelmäßigen Patrouillenflüge britischer und US-Flugzeuge im irakischen Luftraum wehren müsse. Die irakische Regierung habe ihre Einwände gegenüber den Chefs der UN-Waffeninspektoren, Hans Blix und Mohammed El Baradei, dargelegt, sagte Saadi.

Blix warf dem Irak am Montagabend in Athen vor, in der Frage der U2-Aufklärungsflüge nicht annehmbare Bedingungen gestellt zu haben. "Wir haben nicht die Übereinkunft für die U2-Flüge erreicht, die wir wollten", sagte Blix. Zufrieden äußerte er sich jedoch über die Zehn-Punkte-Erklärung mit der die Iraker auf mehrere Forderungen der Inspektoren eingegangen sind.

Der schwedische Diplomat gab bekannt, dass die Vereinten Nationen auf ihrem Wunsch bestehen, irakische Wissenschafter auf die Mittelmeerinsel Zypern zu bringen, um sie dort ohne die Präsenz irakischer Aufpasser zu befragen. "Das ist möglich. Das kann bald stattfinden", sagte Blix vor Beginn seiner Gespräche mit dem griechischen Außenminister und EU-Ratsvorsitzenden Giorgos Papandreou. (APA/dpa)