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Foto: EPA/AFPI/Stan Honda

New York - Frankreich ist nach den Worten von Außenminister Dominique de Villepin der Überzeugung, dass derzeit nichts rechtfertigen würde, ein militärisches Vorgehen gegen den Irak ins Auge zu fassen. Vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York deutete de Villepin am Montag an, dass Frankreich als ständiges Ratsmitglied bei einer zweiten Entschließung sein Veto gegen einen Militärschlag einlegen könnte: "Im Fall einer zweiten Resolution (...) werden wir uns nicht mit einer militärischen Intervention verbünden, die nicht von der internationalen Gemeinschaft unterstützt wird." Krieg könne nur das allerletzte Mittel sein, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft wären.

Die UNO-Waffeninspektionen im Irak verliefen "unter guten Bedingungen". Sie seien "die Wahl der Legitimität, der Wirksamkeit, der Verantwortung und der Entschlossenheit", unterstrich der französische Außenminister. Dieser Kontrollprozess müsse verstärkt weitergeführt werden, "statt sich in ein Abenteuer zu stürzen", dessen Ausgang nicht abzusehen wäre.

Der deutsche Außenminister Joschka Fischer wandte sich seinerseits vor dem UNO-Sicherheitsrat erneut gegen einen Angriff auf den Irak. "Unsere große Sorge ist es, dass ein militärischer Schlag gegen das Regime in Bagdad große, unkalkulierbare Risiken im weltweiten Kampf gegen den Terror mit sich bringt." Deutschland gehört seit Jänner dem UNO-Sicherheitsrat als nichtständiges Mitglied an und übernimmt am 1. Februar von Frankreich turnusmäßig für einen Monat den Vorsitz. Fischer legte sich erneut nicht fest, wie Deutschland im Fall einer weiteren Resolution abstimmen werde.(APA/Reuters)