Madrid/Vigo - Der spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar (Partido Popular) hat das Krisenmanagement der Regierung und der Behörden in Galicien während der Umweltkatastrophe nach dem Untergang des Tankers "Prestige" verteidigt. Zum Abschluss des Parteikonvents der Konservativen (Partido Popular/PP) hob Aznar nach Berichten der Tageszeitung "El Mundo" vom Montag die "exemplarische Arbeit" von Manuel Fraga, dem Präsidenten der Regionalregierung "Xunta de Galicia", hervor.

Kritik

Sowohl Aznar als auch Fraga waren wegen der Krise in Kritik geraten. Insbesondere war die Entscheidung umstritten gewesen, den havarierten Tanker vor dem Zerbersten statt in einen Hafen auf das offene Meer zu schleppen. Aznar warf seinerseits der Regierung "verantwortungslosen Opportunismus" vor. Dennoch hatten die Sozialisten (PSOE) unter Parteichef Jose Luis Rodriguez Zapatero während der "Prestige"-Krise deutlich aufgeholt. In vier Monaten stehen in Spanien Regional- und Kommunalwahlen an. (APA)