Das Satelliten-TV-Unternehmen EchoStar flirtet mit dem australischen Medientycoon Rupert Murdoch und dem US-Konzern Liberty Media. Wie das Wall Street Journal (WSJ) heute, Dienstag, unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, handelt es sich dabei nicht um offizielle Verhandlungen, sondern lediglich um Gespräche. EchoStar-Chairman Charles Ergen wolle die Möglichkeiten eines Verkaufs bzw. einer Beteiligung ausloten. Ergen braucht nach der Absage der Fusion mit DirecTV durch die US-Medienbehörde FCC einen neuen strategischen Partner, um auf lange Sicht bestehen zu können.

Keine Details

Über die genauen Inhalte der Gespräche wurde nichts bekannt. Nach dem Scheitern der Übernahme von DirecTV mit seinen 11,2 Mio. Abonnenten ist Murdoch wieder an der Tochter von General Motors interessiert. Auch diese Übernahme ist schon einmal gescheitert. Ergen versucht Murdoch möglicherweise Alternativen anzubieten. Er weiß, dass er langfristig einen potenten Partner braucht, um überleben zu können. Das Unternehmen hat derzeit Schulden in der Höhe von 5,7 Mrd. Dollar bei einem Marktwert von 12,4 Mrd. Dollar. Mitbewerber mit gefüllten Kassen könnten dadurch Vorteile bei Programmzugängen und der Expansion erlangen. EchoStar betreibt Dish Network, den zweitgrößten Satelliten-Service der USA, mit acht Mio. Abonnenten. (pte)