Wien - Die Veranstalter des heurigen Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos versuchen den Globalisierungsgegnern schon vor der am Donnerstag, den 23. Jänner beginnenden Konferenz den "Wind aus den Segeln zu nehmen". In einem Interview mit dem Schweizer Wochenmagazin "Weltwoche" bezeichnete sich WEF-Gründer Klaus Schwab selbst "als einen der ersten Globalisierungsgegner überhaupt". Unterdessen werden in Davos aus Angst vor Demonstrationen Sicherheitsvorkehrungen von noch nie da gewesenem Aufwand getroffen.

Für die Dauer der WEF-Konferenz wird eine vom Militär überwachte Flugverbotszone über Graubünden eingerichtet. Auch die österreichische Luftwaffe werde vermehrt Patrouillen fliegen, meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Unbefugt eindringende Flugzeuge dürften notfalls abgeschossen werden, um Anschläge von Extremisten zu verhindern.

Sicherheitsmaßnahmen für die Veranstaltung unter dem Motto "Vertrauen schaffen" lassen sich die Schweizer insgesamt 15 Mio. "Fränkli" (10,27 Mio. Euro) kosten. Rund 300 Berufssoldaten und weitere 1.000 Wehrpflichtige sollen die zusammengezogenen Polizeikräfte in Davos unterstützen.

Für Samstag ist mit Zustimmung der Behörden eine Demonstration geplant, zu der Tausende von Teilnehmern erwartet werden. Um gewaltbereite Demonstranten frühzeitig herausfiltern zu können, wird ein Netz von Kontrollstationen an den Zufahrtswegen eingerichtet. Inzwischen mehren sich die Stimmen unter den Bürgern von Davos, die die Absperrungen und Sicherheitsmaßnahmen während der Veranstaltung für "nicht mehr zumutbar halten".(APA)