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Beispiel für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Krebsforschung: Hong Li und ihr Gatte He Lu mit ihren Versuchs-Mäusen im National Institute for Health and Medical Research in Paris. Li und Lu erzwangen Turmorwachstum durch Blockade von Blutzellen. Die Tumore konnten sie erfolgreich wieder killen.

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Lausanne - Mehr als dreihundert Forscher aus der ganzen Welt treffen am Mittwoch zu einem internationalen Krebs-Kongress ein. Die Konferenz wird vom Lausanner Universitätsspital CHUV und vom Schweizerischen Institut für experimentelle Krebsforschung organisiert.

Die Grundlagenforschung mache weiterhin riesige Fortschritte, teilten die Organisatoren mit. Jeden Monat erlaubten neue Erkenntnisse, die Krankheit besser zu verstehen. Es werde immer genauer erkannt, mit welcher Komplexität sich der Krebs in den Zellen entwickle und verbreite.

Fünfzig Prozent der Fälle heilbar

Heute können zwar fünfzig Prozent der Krebsfälle geheilt werden - allerdings hat die Behandlung oft Nebenwirkungen. Forscher versuchen deshalb, den Unterschied von gesunden und kranken Zellen besser zu verstehen.

Aus klinischer Sicht sind alle Tumore verschieden. Dank den Erfolgen der Forschung in den vergangenen zehn Jahren sind aber heute die gemeinsamen pathologischen Prozesse bekannt.

Die Zahl der menschlichen Gene beträgt über 40.000, was es unmöglich macht, ein komplexes Phänomen wie Krebs zu entschlüsseln. Deshalb arbeiten die Forscher oft mit Fliegen oder Hefebakterien, die nur über rund 6.000 Gene verfügen.

Auch die Forschung an der Drosophila-Fliege erlaubt wichtige Erkenntnisse: Das Insekt hat ein Gen, das für die Entwicklung der Flügel verantwortlich ist. Ist dieses defekt, verhindert es das Wachstum der Flügel. Forscher haben denselben Gen-Defekt bei praktisch allen Fällen bestimmter Krebsarten entdeckt. (APA/sda)