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In Italiens Ortschaften in den Bergen könnte es bald gesetzmäßig zu getrennten Pisten für Schifahrer und Snowboarder kommen. Einige Tage nach einem tödlichen Zusammenstoß zwischen einem Skifahrer und einem Snowboarder in Norditalien und angesichts der dramatisch zunehmenden Zahl von Verletzten auf den überfüllten Skipisten will die Regierung Berlusconi ein Gesetz zur Vorbeugung von Unfällen dieser Art verabschieden.

"Die Zahl der Unfälle auf unseren Pisten ist in einem Jahr um 15 Prozent gestiegen. Snowboarding ist ein zunehmend populärer Sport in Italien, doch wir sind über die Gefahren für andere Skifahrer besorgt", betonte der Vize-Sportminister Mario Pescante, der an dem Gesetz für die Sicherheit der Skifahrer arbeitet. Sollte die Vorlage über die Bühne gebracht werden, wäre dies das erste Gesetz dieser Art in Europa.

Sein Vorschlag löste Unmut unter den italienischen Snowboard-Fans aus. Die meisten Snowboarder seien verantwortungsbewusste Sportler, die nicht isoliert werden sollten, hieß es. (APA)