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Am Donnerstag werden die Feierlichkeiten in Berlin fortgesetzt. Auf dem Programm stehen unter anderem die Einweihung der neuen französischen Botschaft sowie eine Diskussion Chiracs und Schröders mit Teilnehmern des deutsch-französischen Jugendparlaments.

Foto: APA/dpa/ Patrick Pleul

Paris - Mit Festakten in Paris und Berlin feiern Deutschland und Frankreich den 40. Jahrestag des Freundschaftsvertrages vom 22. Jänner 1963 (Elysée-Vertrag). Der französische Präsident Jacques Chirac und der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder wollen an diesem Mittwoch in Paris eine gemeinsame Erklärung über die "deutsch-französische Freundschaft im Dienste einer gemeinsamen Verantwortung für Europa" vorstellen. Damit soll der Vertrag von 1963 über die deutsch-französische Zusammenarbeit zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und Präsident Charles de Gaulle in wesentlichen Bereichen fortentwickelt werden.

Den Auftakt bildet am Mittwoch in Paris eine deutsch-französische Kabinettssitzung, der erstmals eine gemeinsame Sitzung von etwa 900 Volksvertretern beider Parlamente im Schloss von Versailles folgt.

Doppelpässe geplant

Paris und Berlin wollen die Zusammenarbeit spürbar vertiefen. So soll eine doppelte Staatsbürgerschaft den Bürgern beider Länder ermöglichen, einen deutschen und einen französischen Pass zu haben. Grundsätzlich wollen Paris und Berlin dem deutsch-französischen Motor neuen Schwung geben und ihn damit - nach Chiracs Worten - "zu einer Antriebskraft im Dienste Europas" werden lassen. Der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin hat bereits angekündigt, er werde einen deutschen Mitarbeiter in sein Kabinett aufnehmen.

Als eine weitere Initiative soll der 22. Jänner in Zukunft zum "Deutsch-französischen Tag" an den Schulen beider Länder werden. Ferner wird in den Außenministerien ein Generalsekretariat für die deutsch-französische Zusammenarbeit vor allem in der EU eingerichtet. Auch die Parlamente wollen die Gesetzgebungsarbeit besser abstimmen. (APA/dpa)