Hermann Maier inspiziert die Streif.

Kitzbühel - Hermann Maier hat am Dienstag ein erfreuliches Wiedersehen mit der Streif gefeiert. Nach einem Jahr verletzungsbedingter Trennung stürzte sich der Salzburger im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt am Samstag wieder die berüchtigste Abfahrt der Welt hinunter und schaffte dabei in 1:57,94 Minuten und mit Rang 17 ein zufrieden stellendes Kitz-Comeback. "Es hat wieder viel Spaß gemacht", meinte Maier, der bereits drei Mal (ein Mal Abfahrt/2001, zwei Mal Super G/2000 und 2001) in Kitzbühel gewonnen hat.

Respekt vor der Streif

Vor dem Start mit Nummer 21 hatte der "Herminator" ein gewisses Kribbeln im Bauch. "Ich wusste nicht wirklich, was auf mich zukommt. Die Piste ist aber in gutem Zustand", erklärte ein blendend gelaunter und geduldig Autogramme schreibender Maier nach dem ersten Probelauf. Mit dem oberen Teil hatte der 30-Jährige aber doch einige Probleme ("Da hat's mich einige Male ordentlich gebeutelt"), und auch ein gewisser Respekt ist nach so langer Verletzungspause logisch. "Ein Fehler wird hier nicht verziehen."

Glaube an WM-Chance

Diese Handbremse im Hinterkopf gilt es nun für Maier Schritt für Schritt zu beseitigen. "Ich will mich langsam zurückarbeiten", hofft der ÖSV-Star nach dem überraschenden siebenten Platz in der zweiten Wengen-Abfahrt auf einen weiteren Schritt vorwärts. Und dann könnte es mit einer WM-Teilnahme wirklich noch klappen. "Die Chance ist da, fahrtechnisch bin ich nicht so schlecht beisammen. Ich befasse mich mit diesem Thema aber nicht so wirklich", lässt der Flachauer die WM in St. Moritz ohne Druck näher kommen.

Lust auf Super G und Abfahrt

Dass das Hauptaugenmerk auf dem Super G am Freitag liegt, hat Maier, der die Pause zwischen Wengen und Kitz zur Regeneraton in Obertauern genutzt hat, selbst am Dienstag schon etwas relativiert. "Diese Abfahrt ist schon ungemein interessant. Bis auf den Slalom ist alles ein Thema", meinte er grinsend. Die Lust auf die Streif hat den ÖSV-Superstar also trotz des Risikos wieder voll gepackt, denn schließlich weiß auch Maier: "Kitzbühel ist DAS Rennen."(APA)