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Foto: EPA/AFPI/Ahmad Al-Rubaye

Kairo - Die arabischen Staaten wollen den irakischen Präsidenten Saddam Hussein nicht offiziell zum Rücktritt auffordern. Das betonten die Außenminister Saudi-Arabiens und Ägyptens am Dienstag nach einem Treffen in Kairo. Beide Staaten bestätigten aber gleichzeitig ihre Teilnahme an der für kommenden Donnerstag in Istanbul geplanten regionalen Friedenskonferenz, bei der auch Syrien, Jordanien, die Türkei und der Iran vertreten sein werden. "Was einen Regimewechsel im Irak angeht, so ist es die Politik Saudi-Arabiens und auch Ägyptens, dass dies aus dem Irak selbst kommen muss und nicht von außen", sagte der saudische Außenminister Prinz Saud el Faisal. Deshalb stehe das Thema "Exil für Saddam Hussein" auch nicht auf der Tagesordnung der Istanbul-Konferenz.

"Es gibt nur einen Tagesordnungspunkt, über den sich alle Beteiligten einig sind, und das sind die Bemühungen, um einen Krieg gegen den Irak zu verhindern", fügte der Prinz hinzu. Der ägyptische Außenminister Ahmed Maher sagte: "Es ist nicht das Ziel dieser Konferenz, dass wir uns in die inneren Angelegenheiten des Irak einmischen - und das ist auch nicht unsere Aufgabe". Fragen wie eine mögliche Generalamnestie für irakische Regierungsmitglieder oder die Frage eines möglichen Rücktritts des Präsidenten würden in Istanbul nicht diskutiert. Die für Donnerstag geplante Konferenz soll auf Außenminister-Ebene stattfinden, nachdem einige eingeladene Staaten erklärt hatten, sie wollten kein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. (APA/dpa)