Wien - Konsumentenschutzminister Dieter Böhmdorfer (F) hat sich am Dienstag gegen die neue Flugticketgebühr ausgesprochen, die Reisebüros ab April 2003 für Linienflüge im Gegenzug zur Provisionskürzung durch die Austrian Airlines (AUA) einheben dürfen. Diese Gebühr könnte laut Böhmdorfer zu einer Verteuerung von Flugreisen führen.

Alle Reisebüros seien daher aufgefordert, auf die Einhebung dieser Gebühr zu verzichten und "ihre Kalkulation durch Rationalisierungen" zu verbessern, meint der Konsumentenschutzminister in einer Pressemitteilung.

Preisvergleiche

Böhmdorfer will "die Angemessenheit der neu verrechneten Zuschläge beobachten lassen" und rät den Konsumenten, Preisvergleiche anzustellen, da die einzelnen Reisebüros Zuschläge in verschiedener Höhe verrechnen können. Weiters sollten Konsumenten künftig vor Buchung einer Flugreise auf eine transparente Darstellung der Flugkosten, der Flughafengebühren, von Steuern und der neuen Bearbeitungsgebühr drängen, so Böhmdorfer.

Der Obmann des Fachverbands der Reisebüros in der Wirtschaftskammer Österreich, Edward Gordon, hatte am Montag betont, dass der Markt die Höhe der neuen Gebühr, die auf dem Flugticket aufscheint, regeln werde, zumal die Reisebüros aus kartellrechtlichen Gründen keine einheitliche Gebühr verlangen könnten. (APA)