Washington - Terroristenführer Osama bin Laden ist nach amerikanischen Medienberichten Ende 2001 den Amerikanern mit einer List entkommen. Als ihm US-Truppen in der afghanischen Bergregion Tora Bora immer näher kamen, habe er sein Satellitentelefon seinem marokkanischem Leibwächter Abdallah Tabarak gegeben, berichtete die "Washington Post" am Dienstag.

Falsche Fährte gelegt

Der Leibwächter habe das Telefon - wohl wissend, dass es von amerikanischen Satelliten geortet wurde - weiter benutzt und damit die Verfolger auf eine falsche Fährte gelockt. In der Zwischenzeit sei Osama bin Laden in einer anderen Richtung verschwunden.

Der Leibwächter wurde später gefasst und soll sich nun in dem amerikanischen Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba befinden, wo er von seinen Mitgefangenen für seine Rolle hoch geschätzt werde, berichtete die Zeitung. Sie beruft sich in ihrem Bericht auf marokkanische Beamte, die Tabarak verhört haben. (APA/dpa)