Tokio - Mit der Einpflanzung von Mikrochips unter die Haut von Hauskatzen will das japanische Umweltministerium den Schutz bedrohter Vogelarten verbessern. Die kostenlosen Chips mit dem Namen des Besitzers und den Impfungen des Tieres seien Teil einer fast 90.000 Euro teuren Kampagne, mit der gegen streunende Katzen auf der Insel Okinawa vorgegangen werden solle, sagte ein Behördenvertreter am Dienstag.

Die Katzenbesitzer sollten dadurch zu mehr Verantwortungsbewusstsein für ihre Tiere erzogen werden. Außerdem sollten die Besitzer angehalten werden, ihre Vierbeiner nicht mehr rauszulassen und Jagd auf die bedrohten Spezies machen zu lassen.

Auf der subtropischen Insel stehen seltene Vogelarten wie der Okinawa-Specht oder die Okinawa-Ralle unter nationalem Artenschutz. Ihre Gefährdung durch Katzen ist allerdings nicht eindeutig belegt. Auch die Mikrochip-Methode stößt in Japan auf Kritik: Sinnvoller sei vermutlich, Katzen und Kater zu sterilisieren und zu kastrieren, sagte Yasutoshi Shimabukuro von der örtlichen Provinzregierung. (APA/AFP)