Bild nicht mehr verfügbar.

Taha Yassin Ramadan

Foto: REUTERS/PETER ANDREWS

Bagdad/Kairo - Der irakische Vizepräsident Taha Yassin Ramadan hat den arabischen Führern mangelnde Geschlossenheit vorgeworfen. Die Araber seien angesichts des drohenden Krieges gegen den Irak "gelähmt", sagte Ramadan am Dienstag vor Journalisten in Bagdad. Gleichzeitig forderte er die internationale Gemeinschaft auf, die US-Regierung daran zu erinnern, dass sie die Waffeninspektionen als Alternative zum Krieg dargestellt habe, sich nun aber trotz der Anwesenheit der UN-Inspektoren im Irak auf einen Krieg vorbereite.

Washington habe die Kontrollore nur deshalb in den Irak geschickt, um eine Krise zu provozieren. Dies sei aber bisher nicht gelungen, da Bagdad gut mit den Vereinten Nationen zusammenarbeite. Er erwarte und befürchte, dass es trotz der Inspektionen zum Krieg kommen werde.

Die Inspektoren setzten ihre Arbeit am Dienstag in neun Anlagen fort. Unter anderem durchsuchten sie die landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bagdad. Eine Funktionärin der regierenden Baath-Partei erklärte nach der Kontrolle in der Universität, die Inspektoren hätten die Studenten bei ihren Prüfungen gestört. (APA/dpa)