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Pierre Franck Colombier/APA

Paris - Der letzte Roman der französischen Journalistin, Autorin und Politikerin Francoise Giroud (1916-2003) kommt am kommenden Freitag in den Buchhandel. "Les taches du Leopard" ("Die Flecken des Leoparden") erzählt die Geschichte eines elternlosen Jugendlichen, der eines Tages entdeckt, dass seine Mutter Jüdin war, gab der Verlag Fayard bekannt. Giroud ist am vergangenen Sonntag überraschend an den Folgen einer durch einen Sturz erlittenen Schädelverletzung gestorben.

Das Buch handelt von der Unmöglichkeit, die Spuren der eigenen Herkunft auszulöschen, gleich wie es für den Leoparden unmöglich ist, seine Flecken zu beseitigen. Die Hauptgestalt Denis erlebt sein plötzlich aufgedecktes Judentum vor dem Hintergrund des Konfliktes im Nahen Osten, aber auch angesichts der Fragen seines Sohnes, der ebenfalls auf der Suche nach der eigenen Identität ist.

"L'Express"

Die im Alter von 86 Jahren verstorbene Gründerin des Wochenmagazins "L'Express" hatte noch im Vorjahr ein Porträt von Lou Andreas-Salome geschrieben, das sich mehr als 100.000 Mal verkaufte. In Österreich war die Autorin 1988 für ihre Alma Mahler-Biografie mit dem "Großen Literaturpreis der Frau" ausgezeichnet worden. Das Buch war mit dem Titel "Alma Mahler ou l'art d'etre aimee" im Verlag Robert Laffont erschienen. Seit 1992 war Giroud Mitglied des Femina-Literaturpreises, und seit 1993 schrieb sie als Fernseh-Leitartiklerin für das Magazin "Le Nouvel Observateur".

(APA)