Brüssel - Die Finanzminister der EU (Ecofin) dürften sich dem Vorschlag über neue Abstimmungsregeln im Rat der Europäischen Zentralbank beugen. Diplomaten erwarten keine Widerstände gegen die neue Form der Abstimmung, die durch die geplante Erweiterung notwendig wird.

Ländergruppen

Dabei wird vom Prinzip abgegangen, dass jedes Land ständig eine Stimme hat. Stattdessen werden die Notenbankpräsidenten und Direktoriumsmitglieder in Ländergruppen eingeteilt und können in ihrem Stimmenpool nur mehr abwechselnd abstimmen. Österreich fällt dabei in einen Block von 14 Staaten, die über acht Mandate verfügen.

EZB-Präsident Wim Duisenberg sagte indes zum Kursanstieg des Euro, dieser laufe der jüngsten geldpolitischen Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht zuwider.

Österreich will Direktoriumsmitglied

Finanzminister Karl-Heinz Grasser bekräftigte, Österreich wolle den Nachfolger von EZB-Direktoriumsmitglied Sirkka Hämäläinen stellen. Für diesen Job wurde Nationalbank-Vizegouverneurin Gertrude Tumpel-Gugerell kolportiert. (Reuters, DER STANDARD, Printausgabe 22.1.2003)