Wien - Generali Österreich will innerhalb von zwei Jahren sieben Prozent der Mitarbeiter abbauen, um Kosten zu senken. Damit sollen 380 bis 390 der insgesamt 5500 Generali-Mitarbeiter "überwiegend durch natürlichen Abgang" das Unternehmen verlassen. Nach dem im Vorjahr bei den Sachkosten ausgeschöpften Einsparungspotenzial von 40 Mio. Euro seien auch Einsparungen bei den Personalausgaben erforderlich, hieß es.

Derzeit laufen Gespräche mit dem Betriebsrat über begleitende Maßnahmen. Ebenso werde derzeit geprüft, ob an einzelnen Standorten der Versicherungsgruppe durch den geplanten Personalabbau eventuell sogar die Grenze für die Meldepflicht an das Arbeitsmarktservice (AMS) überschritten wird, bestätigte ein Unternehmenssprecher.

Rating verbessert

Standard & Poor's hat den Ratingausblick für den österreichischen Versicherungssektor insgesamt von negativ auf stabil angehoben. Nach zwei Jahren schwacher Erträge scheine sich die Profitabilität im Markt stabilisiert und auch das Ratingumfeld leicht verbessert zu haben, begründete die Ratingagentur am Dienstag ihre Hochstufung. Nach Einschätzung von Standard & Poor's wird die Konsolidierung der vergangenen beiden Jahre zur erwarteten Stabilisierung des österreichischen Versicherungsmarktes beitragen.

Im Jahr 2001 haben sich wie berichtet Wüstenrot und die Volksfürsorge-Jupiter zusammengeschlossen, 2002 folgten Fusionen zwischen der Montanversicherung und der Wiener Städtischen sowie zwischen Zürich Kosmos und Winterthur Österreich. Positive Impulse für den Markt sieht die Ratingagentur auch in der mit Jahresende 2002 angekündigten Übernahme der AXA Österreich durch Uniqa. Rasche Verbesserungen im operativen Geschäft seien nicht zu erwarten. (APA, DER STANDARD, Printausgabe 22.1.2002)