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reuters/grossruck

Innsbruck - Ein Mahnmal soll in Zukunft an die Opfer des Bergiselunglücks in Tirol erinnern. Schüler der Bildhauerklasse an der HTL Innsbruck haben das Denkmal entworfen.

"Singende Stele" heißt das Projekt, das im Bergiselstadion an einer übersichtlichen Stelle Platz finden soll. "Ziel ist es, die Stille zu durchbrechen und an den verlorenen Menschen zu erinnern", beschrieb Isabella-Maria Klotz ihr Kunstwerk bei der Präsentation am Dienstag im Bergiselstadion. Dazu werde im inneren eines Stahlrohres ein Windspiel angebracht, das "leise, zarte Töne" erzeugen soll.

Zm nächsten Jahrestag

Bis zum nächsten Jahrestag des Unglücks Anfang Dezember soll das Mahnmal bereits stehen, sagte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Die Stadt werde dafür Kosten in der Höhe von 14.535 Euro tragen. Sollte dies nicht ausreichen, sicherte Schröcksnadel zu, die restlichen Kosten zu übernehmen.

Die Idee eine Gedenkstätte zu schaffen, sei bei einem Gedenkgottesdienst anlässlich des ersten Jahrestages entstanden, bei dem die Eltern aller Opfer anwesend waren. Es sei für die Eltern leichter, an einen bestimmten Ort zu kommen, um der Kinder zu gedenken, habe es damals geheißen.

Bei einer Snowboard-Veranstaltung Anfang Dezember 1999 hatten bei einer Massenpanik vier Tirolerinnen und eine Australierin im Alter zwischen 14 und 21 Jahren ihr Leben verloren. 38 Menschen hatten in Krankenhäusern versorgt werden müssen. Fünf Menschen wurden so schwer verletzt, dass sie vermutlich für den Rest ihres Lebens auf Hilfe angewiesen sein werden. Erst kürzlich hatte das Land Tirol beschlossen, Entschädigungszahlungen an die Opfer zu leisten. (APA)