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Wegen des Bebens kam es zu zahlreichen Hotelevakuierung in Mexico City

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Einige Hotels liegen ganz in Trümmern

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Mexiko/Guadalajara - Das Zentrum des Bebens, das nach Berechnungen des Geologischen Instituts der USA eine Stärke von 7,8 hatte, lag im westmexikanischen Staat Colima in der Nähe der Pazifikküste. Auch in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt waren die Erdstöße am Dienstagabend zu spüren. Dort fiel kurzzeitig der Strom aus.

Das Beben erschütterte den Westen und die Mitte des Lan-des um 20.07 Uhr Ortszeit (Mittwoch, 3:07 Uhr MEZ). Allein in Colima, einem kleinen Staat an der Pazifikküste, wurden zunächst 19 Tote gemeldet. Zwei weitere Menschen kamen im Zapotitlan im Staat Jalisco ums Leben, wie die Behörden mitteilten. Allerdings sind diese Meldungen nur vorläufige. Es sei noch zu früh, um das Ausmaß der Katastrophe beurteilen zu können, erklärte der Zivilschutz Mittwochfrüh.

In der rund 500 Kilometer entfernten Hauptstadt fiel der Strom aus, das Telefonnetz brach vielerorts zusammen. Viele Bewohner von Mexiko-Stadt rannten in Panik auf die Straßen, teilweise barfuß und in Decken gehüllt, um sich vor der Kälte zu schützen.

"Ich habe es sehr stark gespürt, und ich sah all die Leute weglaufen, voller Angst", sagte ein 46-Jähriger im Stadtteil Condesa. "Ich blieb ruhig, weil ich auf Gott vertraue", fügte er hinzu. Der Polizeichef von Mexiko-Stadt, Marcelo Ebrard, sagte Journalisten, offenbar halte sich der Schaden in der Metropole in Grenzen.

Menschen erschlagen

Schlimmer traf es die Menschen in der Region rund um das Epizentrum. In der zweitgrößten mexikanischen Stadt, Guadalajara, der Hauptstadt von Jalisco, wurden Dutzende Gebäude zerstört und mehr als 100 Menschen obdachlos. In Colima wurden Menschen von Trümmern einstürzender Häuser erschlagen, wie Radiosender berichteten.

Bergungstrupps, freiwillige Helfer und Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz sind im Bebengebiet im Einsatz, von Österreich aus hat die "Internationale Rettungshunde Organisation" (IRO, Sitz in Bischofstetten, Niederösterreich) ihre Hilfe bei der Suche nach Verschütteten angeboten.

Der mexikanische Präsident Vicente Fox forderte von den Streitkräften eine Schadensbilanz an, insbesondere aus abgelegenen Dörfern. (AP, DER STANDARD Printausgabe 23.1.2003)