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Südkoreas Vereinigungsminister Jeong Se-hyun (re.) wartete am Dienstag in Seoul auf seinen Dinner-Partner: Nordkoreas Delegationschef Kim Ryong Song.

Foto: APA/EPA/AFP/ Yun Jai-Hyoung

Seoul - Süd- und Nordkorea haben am Mittwoch in Seoul ranghohe Regierungsgespräche über eine Verbesserung ihrer Beziehungen aufgenommen. Beide Delegationen seien in einem Seouler Hotel zusammengekommen, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Vereinigungsministeriums. Die viertägige Ministerrunde ist von der Krise um das nordkoreanische Atomprogramm überschattet. Seoul will die Gespräche auch nutzen, um Pjöngjang zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bewegen. Nordkorea: Keine Pläne zum Bau von Atomwaffen

Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas am Mittwoch erklärt, es habe keine Pläne zum Bau von Atomwaffen. "Nordkorea betonte, dass es keine Absicht hat, Atomwaffen zu entwickeln", sagte ein Sprecher des südkoreanischen Wiedervereinigungsministeriums nach einer ersten Gesprächsrunde. Warnung vor Rückschlag in bilateralen Beziehungen

Zum Auftakt ranghoher Regierungsgespräche mit Nordkorea hat Südkorea seine Forderung nach einem Stopp des nordkoreanischen Atomprogramms bekräftigt. Zugleich habe die südkoreanische Seite vor einem Rückschlag für die bilateralen Beziehungen gewarnt, falls der Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm nicht bald gelöst werde, sagte am Mittwoch ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul. Nordkorea solle das Abkommen über eine nuklearwaffenfreie Halbinsel einhalten und außerdem seine Entscheidung zum Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag zurücknehmen.

Die nordkoreanische Delegation habe dagegen erneut betont, dass Pjöngjang nicht die Absicht zur Herstellung von nuklearen Waffen habe. Auch könne der Atomstreit nur in direkten Gesprächen zwischen Pjöngjang und Washington diskutiert werden. Der Konflikt könne nicht Gegenstand von Gesprächen zwischen Süd- und Nordkorea sein. (APA/dpa)