Wien - Die beiden österreichischen Vertriebsgesellschaften der miteinander verflochtenen Automarken Renault und Nissan werden in den kommenden Monaten zu einem einzigen Unternehmen zusammengelegt. Dies erklärte Renault-Österreich-Generaldirektor Alain Schöneborn am Dienstagabend vor Journalisten in Wien. Renault und Nissan werden auf dem Markt weiterhin strikt getrennt auftreten, Bereiche wie Finanzen, Personal und EDV werden dagegen gemeinsam erledigt.

Gemeinsamer Unternehmenssitz wird der bisherige Renault-Standort in Wien-Favoriten. Die beiden Unternehmen verfügen zusammen über rund 260 Beschäftigte. Renault vertreibt über ein Händlernetz von österreichweit 208 Partnerbetrieben.

"Erfreuliche" Verkäufe

Die im abgelaufenen Jahr erzielten Verkaufszahlen von Renault bezeichnete Schöneborn als "sehr erfreulich". Renault hatte 2002 im Gegensatz zum Gesamtmarkt, der um beinahe 5 Prozent zurückgegangen ist um 1,3 Prozent mehr Pkw (19.726) sowie um 11,6 Prozent mehr leichte Nutzfahrzeuge (1.765) verkaufen können. Damit ist Renault bei Pkw/Kombi in Österreich die nach wie vor viertbeliebteste Marke. Die Marktanteil von nunmehr 7,1 Prozent solle im heurigen Jahr auf 7,6 Prozent steigen, sagte Schöneborn.

Auf dem westeuropäischen Markt ist der französische Autohersteller noch vor VW die stärkste Einzelmarke. Durch die erst 2002 wirksam gewordene stärkere Kapitalverflechtung mit Nissan hat sich der Staatsanteil an Renault von zuletzt 40 auf nunmehr 26 Prozent verringert. Renault hält nun 44,4 Prozent an seinem japanischen Partner, Nissan ist mit 15 Prozent am Renault-Grundkapital beteiligt.(APA)