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Mailand - Europas drittgrößter Versicherungskonzern, Generali wird bis 2005 weltweit 2800 Beschäftigte abbauen. Ziel ist es, die Kosten der Gesellschaft um 617 Mio. Euro zu senken. 600 Jobs sollen in Italien, 2200 im Ausland abgebaut werden. Rund 500 davon entfallen auf Österreich. Die Generali trennt sich damit von zehn Prozent der in Österreich Beschäftigten. "Die Frage ist nicht, ob wir in Österreich bleiben oder nicht", sagte Generali-Chef Sergio Balbinot anlässlich der Präsentation des Dreijahresplanes in Mailand, "die Frage ist, wie wir in Österreich verbleiben."

Komplettübernahme

Tatsache ist, dass die zu 94 Prozent kontrollierte Generali Holding Vienna eine der unrentabelsten Tochtergesellschaften des Triestiner Konzerns ist. Die Generali Vienna Holding könnte daher vom Kurszettel der Wiener Börse verschwinden und komplett von der Triester Mutter übernommen werden.

Die Generali-Gruppe will heuer wieder einen Nettogewinn von 931 Mio. Euro erzielen, nachdem für 2002 mit einem konsolidierten Nettoverlust gerechnet wird. Konkrete Zahlen wurden noch keine genannt. 2001 hatte der Nettogewinn noch 1,1 Mrd. Euro betragen.

Allgemein negative Börsenlage

Ausschlaggebend für den "leichten" konsolidierten Konzernverlust 2002 seien Wertberichtigungen und die allgemein negative Börsenlage gewesen. Diese habe sich, obwohl Generali nur einen geringen Anteil de Kapitalanlagen in Aktien investiert habe, negativ auf die Ertragsentwicklung ausgewirkt.

Die Combined Ration, die für 2001 mit 108,4 angegeben wird, soll heuer auf 104,2 Prozent gedrückt werden und bis 2005 weiter auf 100,3 gedrückt werden. Zudem will die Generali auf den Ausbau der im Immobilienbereich tätigen Tochter Generali Properties setzen. Im Zeitraum von 2003-2005 sollen Immobilientransaktionen im Wert von 800 Mio. Euro durchführt werden. (Thesy Kness-Bastaroli, DER STANDARD, Printausgabe 23.1.2003)