Der Branchenumsatz der österreichischen Druckereien und Verlage ist 2002 nach Einschätzung der Volkswirte der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) voraussichtlich konstant geblieben, nachdem im Jahr davor noch ein kräftiger Zuwachs von 7,9 Prozent erreicht werden konnte. Ursache für die heurige Stagnation sei die schwächere Werbekonjunktur, die auch durch den Nationalratswahlkampf nicht mehr vollständig wettgemacht werden konnte.

Steigerungen in der Direktwerbung, bei klassischen Prospekten und bei Plakaten

Rund zwei Drittel des gesamten Druckereiumsatzes - also etwa 1,6 Mrd. Euro - seien direkt von Werbeausgaben abhängig. Von "der größten Krise des Jahrzehnts", wie das deutsche Verlagsgewerbe die derzeitige Situation bezeichnete, sei Österreich jedoch verschont geblieben, versichert Günter Wolf von der BA-CA. Den rückläufigen Einnahmen im Printbereich stünden anhaltende Steigerungen in der Direktwerbung, bei klassischen Prospekten und bei Plakaten gegenüber.

Stabilisierung

Eine Stabilisierung des Wirtschaftswachstums beziehungsweise des privaten Konsums bei 1,5 bis 2 Prozent sollten die Ausgaben für Werbung und die Nachfrage nach Printprodukten im laufenden Jahr wieder anregen. So rechneten beispielsweise die Berater von Pricewaterhouse Coopers europaweit mit einem jährlichen Plus von 2 Prozent im Printmedien- und Bücherbereich bis 2006. (APA)