Lausanne - Heute können zwar 50 Prozent der Krebsfälle geheilt werden - allerdings hat die Behandlung oft Nebenwirkungen. Forscher versuchen deshalb, den Unterschied von gesunden und kranken Zellen besser zu verstehen.

Aus klinischer Sicht sind alle Tumore verschieden. Dank den Erfolgen der Forschung in den vergangenen zehn Jahren sind aber heute die gemeinsamen pathologischen Prozesse bekannt.

Die Zahl der menschlichen Gene beträgt über 40.000, was es unmöglich macht, ein komplexes Phänomen wie Krebs zu entschlüsseln. Deshalb arbeiten die Forscher oft mit Fliegen oder Hefebakterien, die nur über rund 6.000 Gene verfügen.

Auch die Forschung an der Drosophila-Fliege erlaubt wichtige Erkenntnisse: Das Insekt hat ein Gen, das für die Entwicklung der Flügel verantwortlich ist. Ist dieses defekt, verhindert es das Wachstum der Flügel. Forscher haben denselben Gen-Defekt bei praktisch allen Fällen bestimmter Krebsarten entdeckt. (APA)