La Paz - Bolivianische Kokabauern haben im Kampf um den weiteren Anbau von Kokasträuchern erstmals einen Soldaten getötet und vier weitere verletzt. Die Soldaten seien in dem Ort Siete Curvas, etwa 140 Kilometer von der Provinzhauptstadt Cochabamba entfernt, in einen Hinterhalt geraten und unter Feuer genommen worden, berichteten bolivianische Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden.

Damit stieg die Zahl der Todesopfer der seit über einer Woche andauernden Unruhen auf sechs. Insgesamt fünf demonstrierende Bauern und andere Demonstranten waren zuvor von der Polizei und dem Militär getötet worden. Die Bauern wollen mit Straßenblockaden vor allem die Zerstörung ihrer illegalen Kokapflanzungen verhindern. Die Regierung steht unter erheblichem Druck der USA, den Anbau von Koka, aus dem der Rohstoff für Kokain gewonnen werden kann, zu beschränken. (APA/dpa)