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Flüchtlinge in einem Lager in Mangina

Foto: REUTERS/ Antony Njuguna

Kampala - Aus Angst vor blutigen Kämpfen im Kongo suchen Tausende Menschen Zuflucht im Nachbarland Uganda. Wie ein Regierungssprecher des ostafrikanischen Landes am Mittwoch erklärte, seien in den letzten Wochen rund 15.000 Dorfbewohner aus dem Nordosten Kongos nach Uganda geflüchtet. "Wir erwarten weitere Flüchtlinge, denn die Kämpfe dauern an", sagte Peter Odok W'Ocheng im ugandischen Grenzbezirk Nebbi. Die Flüchtlinge, unter ihnen zahlreiche Frauen und Kinder, kämen nur mit dem an, was sie am Leibe trügen. Sie benötigten dringend ein Dach über dem Kopf, Nahrung, Kleidung und Medikamente.

Kämpfe trotz Friedensprozess

Ungeachtet des Friedensprozesses in dem Bürgerkriegsland toben im Osten und Norden nach wie vor zahlreiche Kämpfe zwischen verschiedenen Volksgruppen. Ganze Dörfer fliehen vor den Grausamkeiten. Tausende Menschen kamen bei Massakern zwischen den Volksgruppen der Hema und Lendu ums Leben.

Aus einer in der vergangenen Woche von der UN-Friedensmission für Kongo (MONUC) veröffentlichten Studie geht hervor, dass Rebellen im Nordosten Kongos mehr als 100 Menschen getötet, Dutzende Frauen vergewaltigt und einige ihrer Opfer zwangen, Körperteile von Angehörigen zu verzehren. Der Untersuchung zufolge haben Mitglieder der Rebellengruppe "Bewegung für die Befreiung Kongos" (MLC) in der Provinz Ituri im Oktober 2002 systematisch Menschenrechtsverletzungen begangen. (APA/dpa)