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14 Kriegsgebiete wurden für den Bericht untersucht.
Reuters/ ALI JAREKJI

Genf - Die Frauen sind in Krisengebieten systematisch sexueller Gewalt und anderen Gräueln ausgesetzt. Oft wurden diese Verbrechen nicht dokumentiert und die Täter nicht zur Verantwortung gezogen. Zu diesem Schluss kommt ein am Mittwoch in Genf veröffentlichter Bericht des UNO-Entwicklungsfonds für die Frau (UNIFEM).

80 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen

40 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten, 80 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder. Nach Schätzungen der UNO sind mehr als 70 Prozent der Opfer Zivilisten, ebenfalls mehrheitlich Frauen und Kinder.

In erster Linie sexuelle Gewalt

Die Autorinnen des Reports, die frühere finnische Verteidigungsministerin Rehn und die frühere liberianische Finanzministerin Johnson Sirleaf, untersuchten weltweit 14 Kriegsgebiete. Sie fanden heraus, dass Frauen entführt werden und Opfer von sexueller Gewalt, Zwangsschwangerschaften sowie Sklaverei sind.

Trotz zahlreicher Initiativen von Frauen, um einen Konflikt zu vermeiden oder zu beenden, hätten sie selten Zugang zu politischen Entscheidungsstrukturen. Zudem würden sie nicht in offizielle Friedensverhandlungen einbezogen. Das widerspricht der Resolution 1325, die der UNO-Sicherheitsrat im Jahr 2000 verabschiedet hatte.

Täter nicht bestraft

Die Autorinnen kritisieren besonders die Straffreiheit der Täter. Außerdem seien Maßnahmen gegen den Frauen- und Mädchenhandel notwendig, sowie psychologische Hilfe für die Opfer sowie genderspezifische Bildungsprogramme für das Personal humanitärer Organisationen, für Militärs und Zivilpersonen. Die Autorinnen fordern zudem den UNO-Generalsekretär auf, mehr Frauen an wichtigen Stellen der Friedensarbeit einzusetzen. (APA/ag.)