Washington - Die USA haben 20.000 zusätzliche Reservisten der Armee einberufen. Wie das US-Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden damit insgesamt 78.906 Reservisten mobilisiert, zum größten Teil Nationalgardisten und Mitglieder der Landstreitkräfte.

US-Generalstabschef Richard Myers teilte mit, das Verteidigungsministerium könne mehrere Monate lang eine große US-Streitmacht in der Golfregion aufrecht erhalten. Die Truppen seien seien auch für Einsätze bei heißem Wetter gerüstet. Wenn ein längerer Aufenthalt erforderlich sei, könnten die US-Soldaten rotieren. Der Luftwaffengeneral spielte damit auf Bestrebungen von Washingtons Verbündeten an, die Kontrollen der UNO-Waffeninspektoren im Irak zu verlängern, um eine Entwaffnung Bagdads ohne Kriegführung zu erreichen.

Rumsfeld entschuldigt sich bei Wehrpflichtigen

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat sich unterdessen bei Veteranengruppen für eine Äußerung entschuldigt, nach der Wehrpflichtige "keinen Wert" für das US-Militär hätten. In einem am Mittwoch bekannt gewordenen Brief bedauerte Rumsfeld diese Bemerkung, die vor allem bei Kriegsversehrten, aber auch bei führenden Kongressmitgliedern Empörung ausgelöst hatte.

Rumsfeld war am 7. Jänner auf einer Pressekonferenz nach einem Vorstoß im Kongress zur Wiedereinführung der während des Vietnamkriegs praktizierten und Anfang der siebziger Jahre abgeschafften Wehrpflicht gefragt worden. In seiner Antwort wies der Pentagon-Chef darauf hin, dass Wehrpflichtige eine kostspielige Ausbildung bekämen, aber nur eine relativ kurze Zeit Dienst täten. Sie hätten somit keinen Wert für das Militär. (APA/dpa)