Kuwait-Stadt/Kairo - Nach dem Attentat auf zwei Amerikaner hat die Polizei in Kuwait und Saudiarabien vier Kuwaiter festgenommen. Wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur am Donnerstag berichtete, wurde der Hauptverdächtige von der saudischen Grenzpolizei festgenommen, als er am Mittwoch versuchte, die Grenze nach Saudiarabien illegal zu überqueren. Der junge Mann, der beim Sozialministerium arbeitete, wurde am Donnerstag der kuwaitischen Polizei übergeben.

Zwei amerikanische Zivilisten, die für die US-Armee in Kuwait arbeiten, waren am Dienstag in ihrem Fahrzeug nahe dem amerikanischen Militärstützpunkt Camp Doha beschossen worden. Während ein 46- jähriger Computerspezialist sofort tot war, wurde sein Begleiter lebensgefährlich verletzt.

Die drei anderen Verdächtigen seien in Kuwait festgenommen worden. "Sie gehören zu derselben Gruppe arabischer Afghanen", sagte ein Polizeisprecher. Unter "arabischen Afghanen" versteht man Araber, die früher als Freiwillige auf Seiten der Mudschahedin gegen die sowjetischen Truppen in Afghanistan gekämpft hatten und mit islamisch-fundamentalistischen Ideen in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen trug der Hauptverdächtige, Sami Mutari, bei seiner Festnahme eine Waffe bei sich, allerdings nicht die bei dem Attentat verwendete Kalaschnikow. Mehrere Kuwaiter und in dem Golfstaat lebende Ausländer legten am Donnerstag Blumen am Ort des Anschlags nieder. In Kuwait sind derzeit fast 20.000 US-Soldaten stationiert. (APA/dpa)