Washington - Führende US-SenatorInnen haben Präsident George W. Bush gedrängt, sich in seiner Irak-Politik um mehr Rückhalt in der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu bemühen. Ein militärisches Vorgehen gegen den Irak ohne Unterstützung der Alliierten und der Vereinten Nationen sei ein "großer Fehler", sagte der demokratische Minderheitsführer Tom Daschle am Mittwoch in Washington. "Auch zu Hause brauchen wir mehr Konsens", fügte der Republikaner Jon Kyl aus Arizona vor JournalistInnen hinzu.

Der scheidende Vorsitzende des Außenausschusses, Joseph Biden, bezeichnete einen Militäreinsatz ohne breite Unterstützung in den USA als undenkbar. Die Umfragen zeigten, dass Bush die "Notwendigkeit einer Intervention in Irak" noch nicht genügend erklärt habe, sagte der Demokrat.

In seiner Rede zur Lage der Nation kommenden Dienstag müsse Bush auch zu den "wahren Kosten und allen militärischen und Nachkriegsfolgen" Stellung nehmen, forderte Biden. Er bekräftigte die Ansicht seines Parteikollegen Edward Kennedy aus Massachusetts vom Vortag, dass Nordkorea mit seinem Atomprogramm eine "viel größere Gefahr" für die USA darstelle als der Irak. (APA/AFP)