Im Konflikt mit dem Irak startet das Pentagon eine neue Propagandaoffensive: Die Pressekonferenzen von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld werden künftig direkt in den Irak übertragen. Militärmaschinen vom Typ C-130 und terrestrische Antennen in Kuwait sendeten die Rundfunkwellen aus, sagte Rumsfeld am Mittwoch vor der Auslandspresse in Washington. "Die Wahrheit ist wichtig", begründete Rumsfeld die Entscheidung der USA. Die Journalisten würden für ihre "manchmal harten Fragen" nicht bestraft, sagte der Minister - im Gegensatz zu den Irakern, die unter "Terror, Einschüchterung und Lügen" leben müssten.

Die Übertragung der Pressekonferenzen ist Teil der US-Aktion "Commando solo" zur psychologischen Beeinflussung der irakischen Bevölkerung. Im Rahmen der Propagandaoffensive verbreiten die USA bereits seit Ende vergangenen Jahres Informationen zu ihrer Politik über Rundfunkwellen in den Irak. Die Frequenzen machen sie mit Flugblättern bekannt, die britische und US-Flugzeuge über den Flugverbotszonen im Norden und Süden des Landes abwerfen. (APA)