Der wegen angeblicher Spionage zu vier Jahren Haft verurteilte russische Journalist Grigori Pasko kommt vorzeitig frei: Dies entschied ein russisches Gericht am Donnerstag, wie Paskos Anwalt Ivan Pawlow mitteilte. Zur Begründung hieß es, nach russischem Recht könne jeder Gefangene nach zwei Dritteln seiner Haftzeit wegen guter Führung entlassen werden. Die restlichen 16 Monate muss Pasko demnach unter polizeilicher Überwachung zuhause verbringen. Der Reporter könne "in ein paar Tagen nach Hause gehen", bestätigte die zuständige Richterin Maria Stebnowskaja.

Pasko war im Dezember 2001 wegen seiner Berichte über die Ablagerung von Atommüll im Pazifik zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Ein Militärgericht in Wladiwostok befand den Militärjournalisten der russischen Pazifikflotte im Revisionsverfahren der Spionage und des Hochverrats für schuldig, weil er 1997 seine Informationen an das japanische Staatsfernsehen weitergab. Im Juni bestätigte das russische Oberste Gericht das Urteil gegen den früheren Marine-Offizier. (APA)