Die beliebte US-Fernsehserie "Frasier" soll nach zehn Jahren vor dem Aus stehen. Der Sender NBC stelle die im deutschsprachigen Raum bei Sat.1 laufende Sitcom "höchstwahrscheinlich" mit Ende der Drehzeit 2003/2004 ein, schrieb die Zeitung "Daily Variety" am Dienstag.

Mit seinem Bericht bezog sich das Blatt auf nicht näher bezeichnete Quellen beim US-Sender NBC und der Produktionsgesellschaft Paramount Network Television. Dem Bericht zufolge agieren alle Beteiligten derzeit so, als wenn es eine Fortsetzung des bis Mai nächsten Jahres laufenden Vertrages zwischen NBC und Paramount nicht geben werde. Insider merkten allerdings an, mit einer endgültigen Entscheidung sei erst im nächsten Jahr zu rechnen. Eine NBC-Sprecherin sagte, es sei verfrüht, jetzt über die Zukunft von "Frasier" zu sprechen.

In den USA zählt "Frasier" zu den erfolgreichsten TV-Serien überhaupt. Im Mittelpunkt der 1993 gestarteten Fernsehkomödie steht der neurotische und versnobte, aber liebenswerte Psychoanalytiker Dr. Frasier Crane (Kelsey Grammer). In einer eigenen Radioshow gibt Frasier als Seelentröster Hörern Ratschläge fürs Leben. Hauptdarsteller Grammer gilt mit einem Honorar von 1,6 Millionen Dollar pro Episode als der bestbezahlte Darsteller einer Serien-Komödie, den es je gab. Sat.1 strahlt wöchentlich eine "Frasier"-Folge in seinem Nachtprogramm aus. Am 4. Februar solle die 9. Staffel anlaufen, sagte eine Sprecherin des Senders am Mittwoch. (APA/Reuters)