Die Telekom-Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz geht mit noch mehr Sparwillen in das neue Jahr. Nach einer jüngsten Umfrage des Beratungsunternehmens Mummert Consulting zufolge, sind heuer noch mehr zu Sparmaßnahmen bereit als im Vorjahr. Waren es im Vorjahr rund 50 Prozent der befragten 130 Fach- und Führungskräfte aus der Telekom-Branche, die Kostenoptimierung und -konsolidierung für die wichtigsten unternehmerischen Herausforderungen des Jahres halten, sind es 2003 demnach bereits zwei Drittel.

Neue Geschäftsmodelle

Um an die Wachstumsdynamik der vergangenen Jahre anknüpfen zu können, meint der Berater, brauche die Branche neue Geschäftsmodelle. Chancen sieht Mummert vor allem in personalisierten Services. Diese seien Basis für eine stärkere Kundenbindung und ein gutes Neugeschäft, so der Berater

Kundenbindung

Die Kundenbindung sieht die deutschsprachige Telekom-Branche laut Umfrage 2003 als zweit wichtigste Herausforderung des Jahres (49 Prozent). Danach folgt die Umsatzsteigerung pro Kunde. Sie hat damit den Drittplatzierten des Vorjahre, die Internet-Breitbandtechnologie ADSL verdrängt. Das schnelle Internet belegt mit 16 Prozent in diesem Jahr nur noch Platz acht unter den Top Ten der wichtigsten Herausforderungen. Auch der neue Mobilfunkstandard UMTS ist nach Ansicht der Fachleute kaum noch eine Herausforderung. Mit knapp 19 Prozent reicht es nur zu Platz sieben.

Die zehn wichtigsten Herausforderungen der Telekom-Branche 2003 im Überblick:

  • 1. Kostenoptimierung und -kontrolle
  • 2. Kundenbindung
  • 3. Durchschnittserloes pro Unit steigern
  • 4. Marktanteil ausbauen
  • 5. Prozessoptimierung
  • 6. Kundenabrechnung
  • 7. UMTS
  • 8. DSL-Technologie
  • 9. Markenpositionierung
  • 10. Neue Marktsegmente erschliessen
    (APA)